Höchste Sicherheitsstufe herrschte am Abend am Ansbacher Karlsplatz. Polizei und zahlreiche Personenschützer sicherten die Karlshalle. Grund war der Besuch von Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Er nahm an der Gedenkstunde anlässlich der Reichspogromnacht vom November 1938 teil. Ausgerichtet wird diese Veranstaltung seit Jahren von der Stadt Ansbach, dem Frankenbund sowie den evangelischen und katholischen Gemeinden Ansbach. Dr. Schuster erinnerte an die Übergriffe auf Juden in der Reichspogromnacht und den darauffolgenden Holocaust. Mit Blick auf den wieder erstarkenden Antisemitismus in Deutschland sagt der Zentralrats-Präsident im Radio 8-Interview:
Vor der Gedenkfeier besuchte Präsident Schuster die Ansbacher Synagoge und legte dort zusammen mit Oberbürgermeister Thomas Deffner Kränze nieder.
Foto: (v.l.) Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Oberbürgermeister Thomas Deffner und Joino Pollak vom Landesverband israelitischer Kultusgemeinden in Bayern.