Wie konnte der ehemalige Ansbacher Amokläufer bis nach Kolumbien fliehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich aktuell unter anderem die Staatsanwaltschaft Ansbach. Wie berichtet, ist der 34-Jährige in Kolumbien festgenommen worden und sitzt inzwischen wieder in der Psychiatrie in Erlangen. Wie uns Oberstaatsanwalt Friedrich Weitner jetzt bestätigt hat, sei seine Flucht detailliert geplant gewesen.
Den bisherigen Erkenntnissen zufolge hat sich der 34-Jährige noch während seines genehmigten Ausgangs vor rund drei Wochen ins Ausland abgesetzt. Die Route sei gut durchdacht gewesen und das Zeitfenster von zehn bis zwölf Stunden bewusst genutzt worden. Mit einem gültigen Reisepass und Gepäck konnte er über einen Flughafen außerhalb der EU in Richtung Kolumbien fliehen. Die Ermittler gehen deshalb davon aus, dass der Mann Helfer hatte. Derzeit wird noch genau ermittelt, welche Personen ihm wie geholfen haben. Allerdings hätte er wohl vor allem finanzielle Hilfe bekommen, so Oberstaatsanwalt Weitner.