Rothenburg | Sensation in der Judengasse 10

26. Juni 2019 , 14:43 Uhr
Blick auf die Mikwe
©Stadt Rothenburg o.d.T.

Die ohnehin schon wunderschöne und historisch bedeutsame Altstadt von Rothenburg ob der Tauber ist um einen Schatz reicher. Der erste Schützling der Stiftung Kulturerbe Bayern, das spätmittelalterliche Stadthaus in der Judengasse 10, ist in seiner Form wohl einzigartig in Deutschland. Grund dafür ist die Mikwe im Keller des Gebäudes. Und was sie so bedeutsam macht, das verrät uns Dr. Andreas Hänel, Vorstandsmitglied bei Kulturerbe Bayern:

„Es gab bisher die Annahme, dass diese Mikwe, dieses jüdische Ritualbad, nachträglich eingestellt worden ist. Wir konnten mit archäologischen Untersuchungen nachweisen, dass es zur Bauzeit entstanden ist, dass sogar die Mikwe das erste Bauteil des Gebäudes war und damit mindestens aus dem Jahr 1409. Und damit haben wir eine Konstellation, die einzigartig ist in Deutschland: Es gibt in ganz Deutschland kein weiteres mittelalterliches Gebäude mit einer mittelalterlichen Mikwe, das noch erhalten ist.“

Die Stiftung Kulturerbe Bayern will in der Judengasse 10 jetzt Wohn- und Begegnungsräume schaffen. Die historische Substanz des Gebäudes soll dabei aber so gut wie möglich erhalten werden.

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