Schnaittach | Plädoyers zu Doppelmord

04. April 2019 , 06:46 Uhr

Im Prozess um die eingemauerten Eltern von Schnaittach gehen die Forderungen von Anklage und Verteidigung vollkommen auseinander. Während die Staatsanwaltschaft auf zwei Mal lebenslang plädierte sowie Sicherungsverwahrung für den Sohn, sprachen sich beide Verteidiger jeweils für Freispruch aus. Aus Sicht der Anklage hat Ingo P. im Dezember seine Eltern mit dem Hammer erschlagen. Urheberin des Mordplans sei aber seine Verlobte und spätere Ehefrau Stephanie gewesen. Insbesondere die 66-jährige Mutter sei gegen die Verlobte gewesen. Stephanies Verteidiger sieht in ihrem Fall nicht den geringsten Hinweis auf eine direkte Beteiligung - weder an den angeblichen Giftanschlägen, noch bei der eigentlichen Tötung. Sogar Ingos Verteidiger plädierte überraschend auf Freispruch. Wann und wer die Eltern erschlagen hat, sei nicht wirklich geklärt. Also müsse Ingo P. auf freien Fuß kommen. In einer Woche (11.04.) soll es das Urteil geben.

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