Warum sind in Solnhofen zahlreiche Fossilien kleiner Baby-Flugsaurier gefunden worden und weniger die von Erwachsenen? Auf diese Frage hat jetzt ein britisches Forscherteam eine mögliche Erklärung. Denn zwei der Baby-Flugsaurier, „Lucky“ und „Lucky II“, weisen den gleichen, ungewöhnlichen Bruch des Oberarmknochens auf. Die Forscher gehen deshalb davon aus, dass die erst wenige Tage oder Wochen alten Pterodactylus-Babys vor 150 Millionen Jahren Opfer eines tropischen Sturms geworden sind.
Ihre Flügelspannweite lag bei weniger als 20 Zentimetern, die kleinen Flügelknochen hätten einer starken Windböe demnach wohl nicht standgehalten. Die schwerverletzten Baby-Flugsaurier, die zierlicher und kleiner als eine Hausmaus waren, seien daraufhin wohl in eine Meerlagune gestürzt. Doch dieser tragische Tod sei kein Einzelfall, denn bei Solnhofen wurden hunderte solcher Flugsaurier gefunden – fast alles sehr kleine, sehr junge Tiere. Größere hätten den Naturgewalten wohl besser standhalten können und wären deshalb seltener abgestürzt.