Ansbach | Jusos sagen „sorry“

Symbolbild

Dass ihre Wahlkampf-Aktion so einen "Shitstorm" auslöst, haben die Ansbacher Jusos wohl nicht erwartet. Wie berichtet gab es an ihrem Infostand Dosenwerfen. Auf den Dosen waren Fotos von toten und noch lebenden Politikern angebracht. Neben CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer, auch AfD-Politiker und Adolf Hitler. Als die SPD-Europaabgeordnete Noichl ein Foto davon gepostet und die Aktion gelobt hat, gab es Empörung von Seiten der Union. Sie hat das Bild dann gelöscht und sich entschuldigt, und dem schließt sich der Vorsitzende der Ansbacher Jusos, Mathias Hertlein, an:

"Wir erleben im Moment, dass Europa immer weiter nach rechts rückt und dem wollten wir uns einfach entgegenstellen. Wir konnten das am Stand ganz gut rüberbringen. Die Leute haben uns da ziemlich viel Zuspruch gegeben. Aber auf so Dosen mit Fotos von Nazis und Unionspolitikern fehlt natürlich dieser Kontext. Das hätte uns eigentlich bewusst sein müssen und deswegen ist es auch klar, dass wir mit der Aktion ziemlich weit über das Ziel hinausgeschossen sind."


Auf der Facebookseite der Jusos Ansbach gibt es auch eine offizielle Entschuldigung und Stellungnahme zum Thema "Nazi-Dosen".