Ansbach/Neuendettelsau | Messerstecherprozess –
Plädoyers gehalten

Er soll seine angebliche Verlobte mitten in Neuendettelsau mit dem Messer angegriffen und schwer verletzt haben - der Prozess gegen einen Äthiopier nähert sich dem Ende. Am Abend wurde plädiert. Staatsanwaltschaft und Nebenklage fordern in ihren Plädoyers 13 Jahre Haft, wegen versuchten Mordes. Die Verteidigung sieht das nicht so: ihre Forderung 7 Jahre und 6 Monate. Im Kern geht es um die Frage ob es ein Mordversuch war oder eine gefährliche Körperverletzung. Die eigentliche Tat wird vom Angeklagten zumindest nicht bestritten – er hat, da sind sich die Beteiligten einig, auf das Opfer eingestochen. Zum ersten Mal hat sich der Angeklagte nach den Plädoyers selbst geäußert. Ja, er habe Fehler gemacht, und er entschuldige sich bei allen denen er Schmerzen zugefügt hat. Unterbrochen von lauten Schluchzern hat er sich auch bei allen entschuldigt denen er Kosten verursacht und deren Zeit er in Anspruch genommen hat. Ein langer Prozess geht heute Nachmittag (29.6.) zu Ende, dann fällt die Kammer ihr Urteil.