Georgensgmünd | Reichsbürger-Verteidigung bleibt bei ihrer Version

Trotz des Ortstermins im Mordprozess um den sogenannten "Reichsbürger" aus Georgensgmünd, behauptet der 50-Jährige weiter, dass er den SEK-Einsatz vom Oktober letzten Jahres nicht als solchen erkannt habe. Er sei um 5.30 Uhr durch Lärm im Treppenhaus aus dem Schlaf gerissen worden und habe weder das Blaulicht draußen gesehen, noch zuvor das Martinshorn gehört. Auch die "Polizei"-Rufe, der Beamten habe er nicht verstanden, er dachte, es seien Einbrecher. Laut der vorsitzenden Richterin, wurden bei dem Ortstermin drei Szenarien durchgespielt, immer sei zumindest vage das Blaulicht erkennbar gewesen. Außerdem waren die Beamten mit ihren Helmen und dem Polizei-Schild durch die teilverglaste Wohnungstüre des Angeklagten ebenfalls erkennbar gewesen. An den Waffen der Polizisten waren zudem Lampen eingeschaltet. Der frühe Ortstermin wurde gestern um 5.30 Uhr angesetzt, damit die Lichtverhältnisse am Tattag so gut wie möglich nachgestellt werden konnten.