Mittelfranken | Der Goldfisch als Fressfeind

Foto: Birgit Helbig / LBV

Zum Beginn der Sommerferien passiert es immer wieder, dass Familien ihre Haustiere aussetzen. Katzen werden sich draußen einfach selbst überlassen, Hunde werden an Autobahn-Rastanlagen angebunden. Aber der Landesbund für Vogelschutz warnt jetzt vor einem anderen ausgesetzten Tier: dem Goldfisch. Laut dem LBV können ausgewilderte Goldfische, Kois oder Schildkröten großen Schaden unter den heimischen Tierarten anrichten. Gerade die Goldfische vermehren sich rasant und fressen Kaulquappen und Molchlarven. So verdrängen sie Amphibien und gefährden bereits bedrohte Arten, wie den Laubfrosch. Goldfische ernähren sich auch von Wasserflöhen, die filtern aber das Wasser und halten es so sauber. Darum sollte schon vor Anschaffung von Haustieren die "Urlaubsfrage" geklärt sein, so der LBV.