Nürnberg | Fünf Jahre Haft für Heilpraktiker gefordert

Er soll mit einem angeblichen Krebsmittel Millionen gemacht haben: Vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth steht derzeit ein Heilpraktiker. Die Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft für den 63-Jährigen. Es geht um den Verkauf eines nicht zugelassenen Krebsmittels. Der Angeklagte soll eine Öl-Vitamin-Emulsion als Krebsmittel angeboten haben. Damit soll er rund drei Millionen Euro verdient haben. Ob dieses Mittel tatsächlich hilft, ist nicht ganz eindeutig klar. Es wird in der alternativen Medizin eingesetzt. Laut Staatsanwaltschaft habe der Heilpraktiker das Mittel unter anderem mit dem Versprechen verkauft, es ließe sich damit ein Tumor schrumpfen. Die Verteidigung ist der Ansicht, es handele sich dabei nur um ein Nahrungsergänzungsmittel. Dessen Verkauf sei nicht strafbar.