Nürnberg | Haft für jahrelange Schwarzarbeit

Ein Nürnberger Bauunternehmer muss für drei Jahre und sechs Monate in Haft. Im Prozess vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth ging es unter anderem um Schwarzarbeit im großen Stil. Finanzamt und Sozialkassen entstanden dadurch ein Gesamtschaden in Höhe von über 1,2 Millionen Euro, teilt das Nürnberger Hauptzollamt mit. Jahrelang hatten Ermittler der Finanzkontrolle Schwarzarbeit vom Nürnberger Zoll sowie die Steuerfahndungsstelle den Mann im Visier. Seit 2017 hatte er Mitarbeiter seiner Trockenbaufirma schwarz für sich arbeiten lassen, teils als Scheinselbständige. Zudem betrieb er noch ein Gewerbe, allerdings über einen Strohmann. Erst kurz vor Prozessende legte er ein Geständnis ab. Die 1,2 Millionen Euro Gesamtschaden muss er zurückzahlen und trägt auch die Kosten des Verfahrens.
