Nürnberg | Hoffen auf Mitleid

Gerade zur Vorweihnachtszeit steigt die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Und deshalb sind in den mittelfränkischen Innenstädten jetzt wieder häufiger Bettler unterwegs. Das ruft auch die Polizei auf den Plan. Denn: Betteln ist grundsätzlich verboten, wird aber meistens geduldet. Allerdings nur, wenn sich die Bettler an gewisse Regeln halten.
Sobald die Bettler sich Passanten in den Weg stellen, ihnen hinterherlaufen oder sie sogar festhalten, wird aus dem geduldeten ein agressives Betteln. Und das heißt Platzverweis und 50 € Bußgeld. Auch die Hintergründe des Bettelns werden dann geprüft, denn nicht selten entpuppt sich der vermeintliche Spendensammler als Betrüger. Oft werden Behinderungen vorgetäuscht oder es soll für Organisationen gespendet werden, die es gar nicht gibt.