Nürnberg | Mehr Beschneidungs-Opfer

Die Geburtsklinik im Nürnberger Südklinikum stellt sich auf mehr Patientinnen mit Genitalverstümmelung ein. Sowohl medizinisch, als auch psychologisch. Allein 2017 mussten schon 20 beschnittene Frauen aus Afrika in der Klinik behandelt werden. Das sind mehr als in den vier Jahren davor insgesamt. Bei einer weiblichen Beschneidung werden Klitoris und äußere Schamlippen entfernt und die Scheide dann bis auf eine kleine Öffnung zugenäht. Dadurch ergeben sich bei der Schwangerschaft und der Geburt zusätzliche Probleme. Eine natürliche Geburt ist für die Frauen dann noch schmerzhafter und das Kind kann lebensgefährlichen Sauerstoffmangel erleiden.