Nürnberg | Mehr Tuberkulose-Fälle

Symbolbild

Das Klinikum Nürnberg warnt. Fast monatlich haben es die Ärzte hier auf der Kinder- und Jugendstation mit jungen Tuberkulose-Patienten zu tun. Vor hundert Jahren war es eine gefürchtete und teils tödliche Krankheit. Frage an Dr. Carl-Heinrich Hinterleitner: wie sieht die Situation am Gesundheitsamt Weißenburg-Gunzenhausen aus, beobachten Sie auch steigende Zahlen?

"Ja, die statistische Häufigkeit beträgt 2 bis 3 Infektionen im Jahr pro 100.000 Einwohner und das wird in Bayern so ungefähr erfüllt diese Voraussetzung. Wir haben auch hier im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen jedes Jahr so eben diese 2 bis 3 Neuinfektionen."

Frage an Dr. Carl-Heinrich Hinterleitner: Sie sagen, die Zahlen liegen noch im Durchschnitt. Wer steckt sich denn heutzutage mit TBC an?

"Die Herkunft der Patienten ist teilweilse aus afrikanischen Ländern, teilweise aus osteuropäischen Ländern, aber auch viele die aus der Bundesrepublik kommen. Die haben aber in der Regel dann immer irgendwelche schweren Vorerkrankungen, weil die Tuberkulose nur dann ausbricht, wenn eine geminderte Abwehrlage vorliegt. Also diese Menschen, die das haben sind entweder suchtkrank, also Alkoholiker oder haben andere schwere Krankheiten wie Krebs oder schwere Herzkrankheiten zum Beispiel."