Nürnberg | Prozess gegen Hochstapler

Er gab sich als Leibarzt der Queen aus, fälschte die Unterschrift des Bundespräsidenten und ernannte sich zum Direktor des BKA – und konnte sich damit die besten Posten in Nürnberger Kliniken ergaunern. Das Amtsgericht Nürnberg hat jetzt sein Urteil über den Hochstapler Toni F. gefällt: Bewährung und 250 Stunden gemeinnützige Arbeit. Toni F. war Rettungssanitäter und studierte Medizin und Jura, ohne Abschluss. Ein Freund half ihm damit aber auf den Posten des Verwaltungsdirektors an der Nürnberger 310Klinik. Weil er mit seinem medizinischen Wissen prahlte, musste er einige Bereitschaftsdienste übernehmen. Um sich aus der Affäre zu ziehen, kam der nächste Karrieresprung: persönlicher Referent eines Vorstands am Klinikum Nürnberg. Doch er prahlte weiter. Echte Ärzte wurden misstrauisch und der Schwindel flog auf.