Gunzenhausen/Mittelfranken | Betrüger auf dem Vormarsch

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Die Nürnberger Kriminalpolizei warnt aktuell vermehrt vor einer ganz bestimmten Betrugsmasche. Dabei rufen die Täter ihre Opfer an und täuschen einen Unglücksfall vor. Zum Beispiel, dass ihre Tochter an einen schweren Verkehrsunfall Schuld sei und im Gefängnis sitze. Um freizukommen, bräuchte sie eine große Menge Geld als Kaution, so die Polizei.

Erst Anfang der Woche passiert das einer Seniorin im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen. Betrüger ergaunern so einen fünfstelligen Geldbetrag. Alleine im Juli gab es in Mittelfranken 17 solcher Fälle. Laut Polizei haben die Betrüger dabei insgesamt 600.000 Euro erbeutet. Deshalb warnt die Polizei: Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Wenn ihnen ein Anruf komisch vor kommt – legen Sie sofort auf und melden sie sich bitte umgehend bei der Polizei.


Die Kriminalpolizei warnt erneut eindringlich vor diesen Betrugsmaschen und bittet darum, älteren Angehörigen oder Nachbarn über folgende Warnhinweise aufzuklären:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen, sondern
    legen Sie sofort auf.
  • Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten oder über
    Ihre Vermögensverhältnisse ausfragen
  • Die Polizei wird niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld
    oder Wertgegenständen fordern.
  • Gehen Sie nicht auf Telefonate ein, die Sie ungewollt erhalten.
  • Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen
    Verhältnissen preis.
  • Wenn Sie der Anrufer auffordert, die 110 zu wählen, um die
    Richtigkeit des Anrufers zu verifizieren, dann beenden Sie das
    Gespräch, legen den Hörer auf und rufen dann eigenständig bei
    der Polizei an.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Schmuck an unbekannte Personen.
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten Ihrer Telefonanlage oder Ihres Telefonanbieters zum Sperren unliebsamer Anrufe (z.B. Verhinderung von Telefonaten aus dem Ausland).
  • Wenn Ihre Telefonnummer nicht in öffentlichen Verzeichnissen
    stehen soll (z.B. dem Telefonbuch), dann lassen Sie die Nummer
    dort löschen.
  • Sprechen Sie mit älteren Menschen in ihrem Bekanntenkreis /Nachbarschaft über dieses Phänomen.

Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei. Scheuen Sie sich nicht davor, den Polizeinotruf unter der 110 zu wählen, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt.

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