Gunzenhausen | Wegen Organhandel verurteilt

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Denken wir an Organhandel, denken wir vielleicht an eine schäbige Praxis im Hinterhof, in der Menschen Organe eingesetzt bekommen, die anderen geraubt wurden. Wie ein Fall aus Gunzenhausen zeigt, ist das aber in Wirklichkeit ganz anders. Eine schwer nierenkranke Frau brauchte eine neue Niere, die sie in Deutschland wohl nur nach langer Wartezeit bekommen hätte. Wie der Altmühlbote aus dem Prozess berichtet, buchte die Frau deswegen auf der Homepage einer seriös wirkenden Firma ein Paket inklusive Flug, Klinikaufenthalt und Spenderorgan für knapp 150.000 Euro und flog nach Kenia. Dort erhielt sie das Organ eines Mannes aus Aserbeidschan. „Alles sei legal“, habe es geheißen, war es aber nicht. Sie habe eine Chance auf ein Weiterleben gesehen und die ergriffen, so die Verteidigung der Frau. Zwar zeigte der Richter dafür Verständnis, betonte aber auch: es war Unrecht. Die Frau wurde zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt.

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